Das Handwerk als baukultureller Akteur

„Baukultur“ bezeichnet die Gesamtheit der planerischen, gestalterischen und baulichen Prozesse, durch die die gebaute Umwelt hervorgebracht, weiterentwickelt und bewertet wird. Dazu gehören nicht nur Architektur, Städtebau und Ingenieurbau, sondern auch der Umgang mit dem Gebäudebestand, der öffentliche Raum, Infrastrukturen und Kulturlandschaften. Als integratives Konzept verbindet Baukultur ästhetische, funktionale, ökologische und soziale Qualitäten – die Gestaltung des Raums wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen (vgl. BMWSB 2024: 8 ff.).

Damit ist die Baukultur ein zentraler Bestandteil räumlicher Entwicklung und sozialer Identität. Der Begriff beinhaltet nicht nur die gestalterische und funktionale Qualität von Gebäuden, sondern auch das planerische, handwerkliche und ausbildungsspezifische Wissen und gesellschaftliche Handeln, das die gebaute Umwelt hervorbringt. Beispiele wie die Entwicklung des Holzbaus in Vorarlberg zeigen, dass Architektur und regional verankerte Baukultur erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse auslösen können. Hier ist vor allem der starke Einfluss des Bau- und Holzhandwerks zu nennen.

Den gesamten Artikel von Frau Dr. Wiedemann finden Sie hier unter dem Kapitel Baukultur, Handwerk und regionale Identität im Schwarzwald“

 

Quelle Titelbild: Auszug Deckblatt Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hrsg.), 2026: Das Handwerk als baukultureller Akteur

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